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Landwirtschaftskammer NÖ, Abteilung Bildung, Bäuerinnen, Jugend

  • Schule am Bauernhof

    Aktives Lernen und Begreifen am Hof.

  • Landwirtschaft in der Schule

    Seminarbäuerinnen wissen, was in keinem Buch steht.

  • Landwirtschaft begreifen

    Landwirtschaft spielerisch kennen lernen!

Kinderspielstadt: Der Weg von der Kuh bis zum fertigen Frühstücksmüsli

 

Jedes Jahr rund um den Weltkindertag wird das Gelände am St. Pöltner Dom in eine bunte Kinderwelt verwandelt: die Kinderspielstadt. Das Konzept ist einfach und genial: Arbeiten und Konsumieren. "Melken" und "Getreide quetschen" mit den Niederösterreichischen Seminarbäuerinnen waren zwei von 30 Station der Kinderspielstadt. Die Kinder konnten den Weg der Milch - von der Kuh bis auf den Frühstückstisch - verfolgen und probierten ganz eifrig das Melken am Gummieuter. Dabei verdienten sie nebenbei noch zwei Taler. Mehr als 500 Kinder quetschen sich ihr Frühstücksmüsli selbst aus heimischen Getreidesorten. Besonders fasziniert waren viele Kinder, wie einfach der Weg vom ganzen Korn bis zum verzehrfertigen Frühstück ist.

Seminarbäuerin Maria Brandl mit teilnehmenden Kindern.

Initiative ERLEBNIS BAUERNHOF zieht Bilanz und geht mit neuen Materialien in die nächste Runde

 120 bäuerliche Betriebe öffnen heutzutage unter dem Titel „Erlebnis Bauernhof“ ihre Hoftore für Schulkinder, Lehrerinnen und Lehrer. Doch nicht nur auf den Bauernhöfen selbst wird alles Wissenswerte rund um die Land- und Forstwirtschaft vor den Vorhang geholt. Auch in den Klassenzimmern unterrichten pädagogisch geschulte Seminarbäuerinnen, worauf es bei Lebensmitteln, ihrer Produktion und den natürlichen Abläufen ankommt. 441 Schulstunden konnten sie im vergangenen Schuljahr durchführen und damit 7.330 Kinder begeistern. Mit selbst gestalteten Unterrichtsmaterialien will man künftig Schülerinnen und Schülern noch bessere Einblicke in die Welt der Land- und Forstwirtschaft vermitteln. Dass man sich mit der Initiative „Erlebnis Bauernhof“ auf einem guten Weg befindet, belegen auch die Zahlen. So konnten die Schülerzahlen nach nur 2 Schuljahren von 20.000 auf 30.000 gesteigert werden. Spitzenreiter ist dabei das Angebot "Schule am Bauernhof", welches im vergangen Jahr 20.000 Kinder auf ihren Höfen begrüßen durfte. 

  

„Im Volksmund heißt es: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Jedes Kind in Niederösterreich soll deshalb während der Grundschul-Ausbildung zumindest einen Tag lang Bauernhof erlebt haben. Mit ‚Erlebnis Bauernhof‘ bekommen sie das aus 1. Hand und müssen sich nicht auf Schulbücher verlassen, wo sich viel Unfug eingeschlichen hat. Damit wird gezielt Meinungsbildung betrieben und unsere Bäuerinnen und Bauern in Misskredit gebracht“, erklärt LH-Stv. Stephan Pernkopf. Infomaterialien für Lehrer und Anschauungsmaterialien für die Schulkinder sollen künftig für realistische Einblicke in Niederösterreichs Landwirtschaft sorgen. „Wir nehmen die Gestaltung der Unterrichtsmaterialien selbst in die Hand. Denn wer kann besser die Abläufe auf einem Bauernhof erklären, als jene, die wirklich dort arbeiten und tatsächlich wissen worum es geht. Uns ist es ein Anliegen, Kindern und Jugendlichen ein realistisches Bild der heimischen Landwirtschaft zu verschaffen. Und das über alle Sparten hinweg. Dafür ist eine gute Zusammenarbeit der Branchen und gegenseitige Unterstützung das Um und Auf“, so Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsidentin Theresia Meier und führt als Beispiel die Zusammenarbeit der Seminarbäuerinnen mit den Schulmilchbauern an.

 Gruppenbild (v.l.): Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsidentin Theresia Meier, Volksschullehrerin Judith Zichtl, Sprecher der Schulmilchbauern NÖ Alexander Lang, Obfrau der Seminarbäuerinnen NÖ Elisabeth Lust-Sauberer, LH-Stv. Stephan Pernkopf, Volksschullehrerin Angelika Schreiner und Seminarbäuerin Margarete Zehetgruber gemeinsam mit Schulkindern der Volksschule Ober-Grafendorf.

  

Erlebnis Bauernhof bei der 4. Kinder Business Week in NÖ

 

Von 16. bis 20. Juli fand im WIFI St. Pölten die 4. Kinder Business  Week in Niederösterreich statt, bei der die Landwirtschaftskammer Niederösterreich mit der Initiative Erlebnis Bauernhof wieder einen von 84 Workshops für Kinder von 7 bis 14 Jahren anbot. Das einwöchige Ferienbetreuungsprojekt des Landes Niederösterreich und der Wirtschaftskammer Niederösterreich ermöglicht Kindern und Jugendlichen vielfältige Eindrücke in unterschiedliche Berufe und Tätigkeitsfelder. Im Workshop „Der Weg der Milch“ bekamen die jungen Teilnehmer einen spannenden Einblick in die Welt der Landwirtschaft und konnten dabei selbst aktiv werden.

 

Seminarbäuerin Gerlinde Wiesinger ging in ihrem Workshop der Frage „Wie wird aus grünem Gras Milch?“ nach. Angefangen von der Kuh – woher sie abstammt, wie sie aussieht, wo sie lebt und was sie frisst bis hin zum Weg der Milch – von der Kuh, über die Verarbeitung bis hin zu den fertigen Milchprodukten, konnte die Welt der Milch mit allen Sinnen erlebt werden. Ein besonderes Highlight war das Melken am Gummieuter und das Schütteln von Butter, welche natürlich auch gleich verkostet wurde.

Seminarbäuerin Gerlinde Wiesinger mit teilnehmenden Kindern, Fotocredit: MediaGuide Events GmbH, © Clemens Schmiedbauer

Erlebnis Bauernhof: Angebote für Kinder 2017 erstmals flächendeckend in NÖ angeboten

Die Initiative Erlebnis Bauernhof blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück. Erstmals konnten die Angebote flächendeckend in ganz Niederösterreich ausgebaut werden. Seit ihrer Gründung bündelt die Initiative alle zertifizierten landwirtschaftlichen Exkursions- und Unterrichtsangebote für Kinder in Niederösterreich unter einem Dach. Dazu gehören: Schule am Bauernhof, Landwirtschaft in der Schule und die Agrar- und Waldwerkstatt. Im vergangenen Jahr konnte sowohl die Angebot-Nachfrage als auch die Anzahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler gesteigert werden. Insgesamt haben im Jahr 2017 mehr als 30.000 Kinder an den Erlebnis Bauernhof-Angeboten bei 167 aktiven Seminarbäuerinnen und Schule am Bauernhof-Betrieben teilgenommen. 2016 waren es 24.757 teilnehmende SchülerInnen und 128 AnbieterInnen. „Das vergangene Jahr hat uns gezeigt, wie groß das Interesse von Kindern an unserer bäuerlichen Arbeit ist. Nur mehr wenige wissen, wie unsere Lebensmittel tatsächlich produziert werden und woher sie kommen. Deshalb fordern wir ganz klar die Einführung eines Schulfaches, wo den Kindern Fachwissen über Lebensmittel vermittelt wird“, sind sich Präsidentin der Bäuerinnen NÖ Irene Neumann-Hartberger, Obfrau der Seminarbäuerinnen Elisabeth Lust-Sauberer und Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsidentin Theresia Meier einig.

Der Verein die Bäuerinnen NÖ, die Seminarbäuerinnen und die Landwirtschaftskammer NÖ wollen die Initiative Erlebnis Bauernhof auch in Zukunft weiter ausbauen, um möglichst vielen Kindern die Land- und Forstwirtschaft näher zu bringen. Im Bild (v.l.): Präsidentin der Bäuerinnen NÖ Irene Neumann-Hartberger, Obfrau der Seminarbäuerinnen Elisabeth Lust-Sauberer und Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsidentin Theresia Meier.

 

Fotocredit: LK NÖ/Sandra Bieder

 

Umwelt.Wissen.Tage: Getreide quetschen mit den Seminarbäuerinnen

Unter dem Motto „Mit voller Power vom Wissen zum Tun" fanden am 17. und 18. Jänner an der BOKU Tulln die Umwelt.Wissen. Tage für Kids statt. Die Energie- und Umweltwoche gab Kindern und Jugendlichen zwischen 10 - 14 Jahren die Möglichkeit, auf spannende Art Umwelt-, Klima- und Energiethemen zu erforschen und Universitätsluft zu schnuppern.

 

Neben dem Besuch der Workshops hatten die teilnehmenden Schulklassen eine große Auswahl an interaktiven Stationen in der Aula der BOKU Tulln. Bei den Seminarbäuerinnen konnten die Schülerinnen und Schüler sich Tipps für einen gesunden Start in den Tag holen und gleich ihr Frühstücksmüsli selber quetschen.

Seminarbäuerin Gerlinde Wiesinger mit teilnehmenden Kindern, Fotocredit: MediaGuide Events, © Clemens Schmiedbauer

 

Alles Fotos: Fotocredit: MediaGuide Events, © Clemens Schmiedbauer

Kinderspielstadt: Getreide quetschen mit den Seminarbäuerinnen

Jedes Jahr rund um den Weltkindertag wird das Gelände am St. Pöltner Dom in eine bunte Kinderwelt verwandelt: die Kinderspielstadt. Das Konzept ist einfach und genial: Arbeiten und Konsumieren. "Getreide quetschen" mit den Niederösterreichischen Seminarbäuerinnen war eine von 30 Station der Kinderspielstadt. Mehr als 500 Kinder quetschen sich ihr Frühstücksmüsli selbst und verdienten ganz nebenbei noch zwei Taler. Besonders fasziniert waren viele Kinder, wie einfach aber doch körperlich anstrengend, die Herstellung der Getreideflocken funktioniert.

Seminarbäuerin Elfriede Kahri mit teilnehmenden Kindern, Fotocredit: Kinderspielstadt St. Pölten 

"Wie kommt das Gras in den Burger?"

Neus Unterrichtsangebot für 14 - 18 Jährige

Das neue österreichweit buchbare Unterrichtsangebot der Seminarbäuerinnen richtet sich an SchülerInnen zwischen 14 und 18 Jahren, um ihnen die heimische Landwirtschaft und konkret die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern heutzutage näherzubringen. Am Freitag, 22.9., fand die NÖ-Präsentation dieser „praktischen Schulstunden“ in der NMS Europaschule Wr. Neustadt statt.

 

Die Schülerinnen und Schüler erhalten spannendes Wissen rund um die heimische Rindfleischproduktion. Der Bogen spannt sich von der Haltung der Rinder, über die Qualitätsstandards bei der Schlachtung bis zum Ernährungswert und die Verarbeitung des Fleisches zu Burgern in der Küche. Natürlich kommen das gemeinsame Kochen und Verkosten nicht zu kurz. Zu buchen ist das Programm niederösterreichweit entweder direkt bei den lokalen Seminarbäuerinnen oder über die LK NÖ unter Tel. 05 0259 26202.

Präsidentin der Bäuerinnen NÖ Irene Neumann-Hartberger, Landwirtschaftskammer- Vizepräsidentin Theresia Meier, Schülerin Lena Weidinger, Seminarbäuerin Gertrude Doppler und Biologielehrerin Petra Schüler. © LK NÖ

 

alle Fotos: LK NÖ/Erich Marschik

 

Erlebnis Bauernhof als Partner bei der Kinderbusinessweek 2017

Seminarbäuerin Gerlinde Wiesinger mit den Teilnehmenden Kindern, Fotocredit: MediaGuide Events GmbH/Clemens Schmiedbauer
Seminarbäuerin Gerlinde Wiesinger mit den Teilnehmenden Kindern, Fotocredit: MediaGuide Events GmbH/Clemens Schmiedbauer

 

Der Weg der Milch -  Wie wird aus grünem Gras Milch?

Bereits zum dritten Mal fand von 17. bis 21. Juli 2017 im WIFI in St. Pölten die Kinder Business Week statt. Knapp 2000 Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 14 Jahren nahmen an den 80 Workshops teil und ließen sich für Wirtschaft und Unternehmertum begeistern.

 

 

Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich war mit der Initiative Erlebnis Bauernhof bereits zum zweiten Mal Partner der Kinderbusinessweek.  Seminarbäuerin Gerlinde Wiesinger nahm die Kinder mit auf den spannenden "Weg der Milch - wie aus grünem Gras Milch wird" und ermöglichte den Kindern und Jugendlichen einen Blick hinter die Kulissen der niederösterreichischen Landwirtschaft. Dabei konnten die Kids selbst aktiv werden: Neben Melken mit dem Gummieuter konnte auch Butter geschüttelt und diese natürlich auch verkostet werden.

 

Alle Fotos: MediaGuide Events GmbH/Clemens Schmiedbauer

100. Schule am Bauernhof-Betrieb in Niederösterreich

 

Zertifikatslehrgang Schule am Bauernhof

Um Schulführungen am Bauernhof anbieten zu dürfen, müssen die Bäuerinnen und Bauern den Zertifikatslehrgang Schule am Bauernhof absolvieren. Dieser umfasst 80 Unterrichtseinheiten und gibt den Teilnehmern das notwendige Rüstzeug, um die Programme für die Schulklassen professionell durchführen zu können.
 
 

100. Schule am Bauernhof-Betrieb

 Von Oktober bis Dezember 2016 wurde speziell für das Industrieviertel ein Zertifikatslehrgang Schule am Bauernhof durchgeführt. Dabei wurde ein besonderes Jubiläum gefeiert: Der 100. Schule am Bauernhof Betrieb in Niederösterreich wurde geehrt. Dies war Manuela Buchner aus Neunkirchen. Sie betreibt mit ihrem Mann einen Grünland- und Ackerbaubetrieb mit Milchviehhaltung.

 

Foto: LK NÖ; am Bild v.l. KO Thomas Handler, SaB-Betrieb Manuela Buchner, Schule am Bauernhof Referentin Karin Kern, Referatsleiterin Monika Linder

Erlebnis Bauernhof auf der Interpädagogica 2016

Erlebnis Bauernhof Infostand auf der Interpädagogica in Wien

Foto: LK NÖ/Julia Prammer

 

Lila Kühe oder sprechende Schweine: Viele Kinder kennen Landwirtschaft nur noch aus dem Fernsehen. Was allerdings tatsächlich auf einem Bauernhof passiert und was hinter der humorvollen Fassade von Werbespots steckt bleibt oft ungesagt. Dabei ist die tägliche Arbeit von Bäuerinnen und Bauern häufig sogar faszinierender als es eine Geschichte im Fernsehen zu vermitteln vermag. Tagtäglich passieren auf Bauernhöfen kleinere und größere Wunder.

  

Die möglichst frühe Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für die vielfältigen Aufgaben und Funktionen der Land- und Forstwirtschaft ist von zentraler Bedeutung. Wird doch das spätere Konsumverhalten und das Bewusstsein für die nachhaltige Produktionsweise von Lebensmitteln auch die Zukunft der Landwirtschaft und die Entwicklung der bäuerlichen Betriebsformen wesentlich mitbestimmen. Wichtige Multiplikatoren und Mentoren für die Kinder sind ihre jeweiligen Lehrerinnen und Lehrer

 

Deshalb wurden, gemeinsam mit dem LFI Österreich, auf der Interpädagogica, der führenden österreichischen Bildungsfachmesse, die agrarpädagogischen Angebote für Schulen und Kindergärten in Niederösterreich präsentiert. Schauplatz der 38. „Interpädagogica“ war vom 10. bis 12. November die Messe Wien. Die rund 16.800 Besucher, darunter hauptsächlich PädagogInnen aller Schultypen und Kinderbetreuungsstätten, Studierende pädagogischer Fachrichtungen und interessierte Eltern konnten am „Schule am Bauernhof“ – Infostand ihr Wissen über Getreide abprüfen und selber die Flocken für ihr Frühstücksmüsli quetschen.

 

alle Fotos: LK Wien/Verena Scheiblauer

 

Bäuerinnen starten Offensive für mehr Landwirtschaft im Unterricht

Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer NÖ Theresia Meier, Präsident des Landesschulrates Johann Heuras und Landesbäuerin Irene Neumann-Hartberger mit Taferlklasslern der Volksschule Hafnerbach. Foto: LK NÖ/Franz Gleiß 

Mit einer neuen Broschüre und einer Informationsoffensive sind derzeit die Bäuerinnen in Niederösterreichs Schulen unterwegs. Ziel ist es, Pädagoginnen und Pädagogen auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, Landwirtschaft mit Hilfe ausgebildeter Bäuerinnen im Unterricht zu verankern. 280 Schulklassen mit rund 5.600 Kindern werden dabei besucht. Mit im Gepäck haben die Bäuerinnen Schultüten gefüllt mit Unterrichtsangeboten rund um die Land- und Forstwirtschaft. Gestartet wurde die Aktion am Montag, 10. Oktober, in der Volksschule Hafnerbach.

  

Warum ist Milch gut fürs Köpfchen? Weshalb schmecken nicht alle Äpfel gleich? Wieviel Heu frisst eine Kuh? Die Bäuerinnen in den Volksschulklassen sind es gewohnt solche Fragen zu beantworten. Denn schon jetzt versuchen sie mit Angeboten wie „Landwirtschaft in der Schule“ oder „Schule am  Bauernhof“ Schulkindern ein realistisches Bild der heutigen Land und Forstwirtschaft zu vermitteln. Um diese Angebote bei Volksschulen bekannter zu machen wurde im vergangenen Jahr die Schultütenaktion ins Leben gerufen.

 

„Immer weniger Menschen haben direkten Kontakt mit der Landwirtschaft. Sie vertrauen darauf, was ihnen über Landwirtschaft in Schule und Fernsehen vermittelt wird. Das entspricht aber oftmals nicht der Realität und man bekommt einen ganz falschen Eindruck von dem, was wir auf unseren Bauernhöfen tatsächlich tun. Mit dieser Aktion wollen wir Kindern einen hautnahen Einblick in unsere alltägliche Arbeit geben“, erklärt Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Theresia Meier und ist froh, dass in den letzten Jahren viele Initiativen für Schulen und Kindergärten umgesetzt werden konnten. „Besonders die Plattform ‚Erlebnis Bauernhof‘ hat hier neue Möglichkeiten geschaffen. Damit werden alle Angebote zusammengefasst. Pädagoginnen und Pädagogen können somit schnell und unkompliziert das für sie passende Produkt auswählen und in ihren Unterricht integrieren“, so Meier weiter. Um die Auswahl für Lehrer künftig noch einfacher zu gestalten, wurde nun auch eine „Erlebnis Bauernhof-Broschüre“ herausgegeben, in der Betriebe mit ihren Schwerpunktthemen für Schulklassen abgelichtet werden.

  

Bekanntheitsgrad der Angebote steigern

Egal, ob im Klassenzimmer oder bei einem Ausflug auf einem Bauernhof: Ausgebildete Bäuerinnen und Bauern bieten ein breites Spektrum an Angeboten an. Etwas, das auch Landesbäuerin Irene Neumann-Hartberger weiß: „Wir Bäuerinnen haben in den letzten Jahren sehr viel für Kinder und Jugendliche auf die Beine gestellt. Vor allem die Volksschulkinder können dabei quasi aus dem Vollen schöpfen. Heuer konnte sogar ein eigenes Pixi-Buch rund um die Milch initiiert werden. Jetzt geht es darum, all unsere Angebote in Schulen und Kindergärten bekannt zu machen“, so Neumann-Hartberger und erklärt damit auch das Ziel der „Schultütenaktion“.

 

Landesschulrat unterstützt Initiative der Bäuerinnen

Schon jetzt finden die Angebote der Bäuerinnen Anklang und Unterstützer. „Die Vermittlung von Alltagskompetenzen wie Ernährungs- und Lebensmittelwissen ist ein wesentlicher Aspekt in unseren Pflichtschulen. Mit den zertifizierten Angeboten der Bäuerinnen und Bauern können wir bei den Unterrichtsplänen wesentliche Schwerpunkte in diesem Bereich setzen. Sie sind Experten und können am besten vermitteln, worauf es bei Lebensmitteln und deren Produktion ankommt“, erklärt Johann Heuras, Präsident des Landesschulrates. Eine Ansicht, die auch Direktoren und Lehrer teilen. „Wir wurden im Vorjahr als ‚Gesunde Volksschule‘ ausgezeichnet, weil für uns Schule Wohlfühlraum ist um bessere Lernerfolge zu ermöglichen. Gesundes, regionales Essen gehört da einfach dazu“, so die Direktorin der Volksschule Hafnerbach Sabine Probst.

 

Die "Erlebnis Bauernhof Broschüre" kann kostenlos in der Landwirtschaftskammer Niederösterreich unter der Telefonnummer 05 0259 26202 oder per Mail an katharina.bamberger@lk-noe.at bestellt werden.

alle Fotos: LK NÖ/Franz Gleiß